dom 28.04 2019

Premiere - Il turco in Italia

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

domenica 28 aprile 2019
H 19:00

Quanto

29.00 - 270.00 CHF

Dramma buffo in zwei Akten von Gioachino Rossini (1792-1868)
Libretto von Felice Romani

Musikalische Leitung Enrique Mazzola, Inszenierung Jan Philipp Gloger, Bühnenbild Ben Baur, Kostüme Karin Jud, Lichtgestaltung Martin Gebhardt, Video-Design Sami Bill, Choreinstudierung Ernst Raffelsberger, Dramaturgie Claus Spahn

Selim, ein türkischer Fürst Nahuel Di Pierro
Donna Fiorilla, Gemahlin von Don Geronio Julie Fuchs
Don Geronio Renato Girolami
Don Narciso, Fiorillas Liebhaber Edgardo Rocha
Prosdocimo, ein Dichter Pietro Spagnoli
Zaida, eine Zigeunerin Rebeca Olvera
Albazar, Zaidas Gefährte Nathan Haller
Philharmonia Zürich
Zusatzchor des Opernhauses Zürich
Chorzuzüger
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Hammerklavier Anna Hauner

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.

Kommt ein Türke nach Italien, verdrehen die verheirateten Frauen vor Verzückung die Augen, die Liebhaber-Konkurrenten haben das Nachsehen und die Ehemänner rasen vor Eifersucht. Alberne Klischees sind das. Aber um die geht es in diesem Dramma buffo. Mit ihnen spielt der Komponist Gioachino Rossini, und zwar ganz bewusst: Er weiss, dass er mit dem fremdländischen Frauenverführer Selim, der an den heimischen Herd geketteten, aber unternehmungslustigen jungen Frau Fiorilla und dem lächerlichen, weil viel zu alten Ehemann Geronio Archetypen der italienischen Komödie auf die Bühne stellt, und hat seinen Spass an der parodistischen Übertreibung. Man kann es daran erkennen, dass er einen Dichter in die Handlung eingeführt hat, der auf der Suche nach einem Theaterstoff ist und über alle Szenen hinweg immer wieder ironisch die gelungenen und daneben gehenden Pointen dieser simplen, aber am Ende doch raffiniert gestrickten Komödie kommentiert.

Im Jahr 1813 wurde Il turco in Italia in Mailand uraufgeführt, aber am Klischeedenken in der Begegnung mit fremden Kulturen hat sich bis heute gar nicht so viel geändert: Kommt ein Türke nach Italien, sind Vorurteile, Gemeinplätze und Missverständnisse nach wie vor nicht weit. Neben der rasanten Musik und den halsbrecherisch virtuosen Arien bietet deshalb auch die Handlung gute Gründe, diese Rossini-Oper in einer Neuproduktion auf die Bühne zu bringen.

Der deutsche Regisseur Jan Philipp Gloger, der in Zürich zuletzt eine originelle Lesart der Vivaldi-Oper La verità in cimento realisierte, wird das Stück inszenieren. Ein Buffo-Spass aus der Feder von Rossini funktioniert natürlich nur, wenn er von temperamentsprühenden Musikern und Sängersolisten entfacht wird. Dafür sorgen Enrique Mazzola am Dirigentenpult, Julie Fuchs in der virtuosen Rolle der Fiorilla, umgeben von Rossini-erprobten Darstellern wie Edgardo Rocha, Nahuel Di Pierro, Renato Girolami und Rebeca Olvera.

Scritto da Zero Zurich