Die Designerin Sabine Marcelis erschafft sinnliche Momente mit Licht, Farbe und Materialität. Ihre erste Museumsausstellung zeigt leuchtende Werke und Räume, in denen Licht selbst zum Erlebnis wird.
Sabine Marcelis (*1985) spielt virtuos mit Licht und Farbe, Reflexionen und Transparenz. Durchscheinende Materialien wie Glas, Harz oder Naturstein verwandelt die niederländische Designerin in leuchtende, spiegelnde und raumgreifende Objekte. Ihre Arbeiten fangen das Licht ein und entfalten trotz ihrer Präsenz und teils grossen Dimensionen eine überraschende Leichtigkeit und atmosphärische Tiefe. Design, Kunst und Architektur bilden in ihren minimalistischen Entwürfen eine Einheit.
Die erste Museumsausstellung von Marcelis vereint zentrale Werkgruppen der letzten Jahre mit eigens für die Schau entwickelten, ortsspezifischen Lichtarbeiten. Eine reduzierte Szenografie verdichtet Leuchten, Spiegel und immersive Installationen zu einem intensiven Raumerlebnis. Proben und Materialstudien geben Einblick in ihren gestalterischen Prozess. Das Ergebnis ist eine faszinierende Inszenierung voller Farbe und Magie – eine Ausstellung, in der sich die Grenzen zwischen Objekt und Umgebung auflösen.
VARMBLIXT-Tunnel
Gemeinsam mit IKEA entwickelte Sabine Marcelis rund 20 Objekte für die VARMBLIXT-Kollektion. Ihr charakteristisches Motiv ist der Kreis, besonders bekannt wurde die ringförmige Leuchte. Für die Ausstellung schuf Marcelis eine Installation aus 125 Leuchten, die durch eine Spiegelwand mit Farbverlauf zu einem elf Meter langen, begehbaren Lichttunnel wird. So verbindet sie ein Serienprodukt mit einer einzigartigen Raumerfahrung.
Mathmos Lava Columns
Mit der Mathmos Column Lava Lamp entwickelt Sabine Marcelis die 1963 erfundene Lavalampe zu einem zeitgenössischen Objekt weiter. Die fast drei Meter hohe Leuchte entstand in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Hersteller Mathmos. Für die Ausstellung schuf Marcelis eine Installation aus acht Leuchten und Spiegelwänden. In den Spiegelungen dehnt sich der Raum scheinbar ins Unendliche aus, während sich das Licht als fluider, ständig wandelnder Körper erleben lässt.
Sunbeam Captured
Gemeinsam mit Boris Acket gestaltete Sabine Marcelis eine Installation, die das flüchtige Zusammenspiel von Sonnenlicht und Wasser räumlich erfahrbar macht. Eine dünne Wasserschicht wird durch mechanisch erzeugte Wellen bewegt, während eine wandernde Lichtquelle den Lauf der Sonne nachzeichnet. Farbige Reflexionen erfüllen den Raum, verstärkt durch einen Spiegel mit Farbverlauf von Blau zu Orange, inspiriert von den Farbtemperaturen des Lichts.
Written by Zero Zurich