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Di 15.09 2026

SYNTHETIC / Artefact - Tiran Willemse

Wo

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee, 8001 Zurich

Wann

Dienstag 15 September 2026
H 20:00

Wie viel

10.00 - 35.00 CHF

Foto di Copyright: Hannah Gottschalk

Eine choreografische Arbeit, die ausgehend von der Puppe als Figur des europäischen Balletts und Theaters sowie als spirituellem Objekt eine imaginäre Welt entstehen lässt. Von und mit Davide-Christelle Sanvee, Élie Autin, Ophelia Young und Elisabeth Mulenga.

Im Zentrum von „SYNTHETIC / Artefact“ steht die Figur der Puppe. Über Kulturen und Jahrhunderte hinweg wurden Puppen geschaffen, um betrachtet zu werden – reglos und dem Blick ausgesetzt. Gleichzeitig sind sie in verschiedenen Kulturen Teil von Geburts- und Übergangsritualen und erfüllen spirituelle und gemeinschaftliche Funktionen. Mit dem Beginn der industriellen Massenproduktion wird dieses Verhältnis unruhig. Sind diese Objekte, die uns in grosser Anzahl umgeben, selbst lebendige Wesen? Werden wir zu ihnen – oder sie zu uns? Diese Ängste haben sich seither nicht nur beschleunigt, sondern auch normalisiert: Wir begegnen unseren Avataren in den sozialen Medien, drücken unsere Gefühle durch GIFs und Memes aus und finden unsere «Stimme» über KI-Chatbots.

Mit zahlreichen Referenzen – von Erzählungen wie „Pinocchio“ bis zu Oskar Schlemmers „Triadischem Ballett“ – tanzt „SYNTHETIC / Artefact“ durch die Geschichten unseres Verhältnisses zu Puppen.

Tiran Willemse gilt als einer der Shootingstars der zeitgenössischen Tanzszene, seine Arbeiten touren international. Zum Saisonstart der Gessnerallee präsentiert er mit „SYNTHETIC / Artefact“ seine erste Gruppenchoreografie von und mit den brillanten Performer*innen Davide-Christelle Sanvee, Élie Autin, Ophelia Young und Elizabeth Mulenga. Willemse hat einen Hintergrund im Ballett sowie eine Ausbildung bei P.A.R.T.S – School for Contemporary Dance in Brüssel. Auf Empfehlung der befreundeten lokalen Künstler*innen Annina Machaz und Nils Amadeus Lange absolvierte er einen Master in Experimental Theater an der HKB in Bern. Willemse fand eine Wohnung in Zürich und zog in die Schweiz. In Zürich verspürt er mehr als an anderen Orten die Freiheit, experimentell und humorvoll arbeiten zu können.

Geschrieben von Zero Zurich