dom 24.06 2018

Premiere - L’incoronazione di Poppea

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

domenica 24 giugno 2018
H 19:00

Quanto

29.00 - 270.00 CHF

Opera musicale von Claudio Monteverdi (1567-1643)
Dichtung von Francesco Busenello

Musikalische Leitung Ottavio Dantone, Inszenierung Calixto Bieito, Bühnenbild Rebecca Ringst, Kostüme Ingo Krügler, Lichtgestaltung Franck Evin, Video-Design Sarah Derendinger, Dramaturgie Beate Breidenbach

Amore / 1. Famigliare Jake Arditti
Fortuna / Damigella Florie Valiquette
La Virtù Hamida Kristoffersen
Nerone Valer Sabadus
Ottavia Stéphanie D’Oustrac
Poppea Julie Fuchs
Ottone Delphine Galou
Drusilla Deanna Breiwick
Nutrice Manuel Nuñez Camelino
Arnalta Emiliano Gonzalez Toro
Seneca Nahuel Di Pierro
Valletto Gemma Ní Bhriain
Lucano, Primo Soldato, 2. Famigliare Thobela Ntshanyana
Tribuno, Littore, 3. Famigliare Michael Hauenstein
Liberto, Secondo Soldato, Console Kristofer Lundin

Orchestra La Scintilla

Continuo Xavier Pignat
Martin Zeller
Ruslan Lutsyk
Urs Dengler
Giovanna Pessi
Simon Linné
Rosario Conte
Giorgio Paronuzzi

Im Rahmen der Festspiele Zürich

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Vor 370 Jahren noch ganz zu Beginn der Operngeschichte entstanden, markiert L’incoronazione di Poppea zugleich einen Höhepunkt der Gattung Oper bis in unsere Gegenwart und zeigt moderne Menschen, deren Eitelkeiten, Leidenschaften und Abgründe uns heute keineswegs fern sind. Monteverdi vertonte in Poppea statt einer mythologischen Geschichte erstmals einen historischen, überraschend amoralischen Stoff, der sich durchaus zeitkritisch lesen liess. Dabei interessierte er sich allerdings weniger für die historischen Tatsachen: Die Exzesse und Orgien des Kaisers Nero kommen in der Oper nur am Rande vor. Weit mehr beschäftigten den Komponisten die unheilvolle Verstrickung der Figuren in Machtstrukturen und ihre Verführbarkeit.

Poppea verfolgt nur ein Ziel: Gattin Neros und anstelle Ottavias Kaiserin zu werden. Skrupellos setzt Poppea ihre Reize ein; längst ist Nero ihrer Schönheit verfallen. Geschickt weiss sie Nero gegen den Philosophen Seneca aufzubringen, der ihren Machtwillen durchschaut. Damit Poppea Kaiserin werden kann, muss Seneca sterben. Ottavia sieht nur einen Ausweg, um Poppea aufzuhalten: Sie stiftet Ottone zum Mord an seiner untreuen Geliebten Poppea an. Doch der Plan scheitert und liefert Nero stattdessen den ersehnten Anlass, Ottavia offiziell zu verstossen. Poppea wird Kaiserin.

Brillant hat Monteverdi die tyrannische Hysterie Neros und die Sinnlichkeit Poppeas musikalisch eingefangen. Modern erscheint uns der Musikdramatiker Monteverdi durch die untrennbare Verbindung von Sprache und Musik, durch die er in den kurzen Szenen eine hohe Dramatik erreicht, und durch die virtuose Kombination von Komik und Tragik. Ihr Rollendebüt als Poppea gibt Julie Fuchs, ebenso wie Stéphanie d’Oustrac als Ottavia und Nahuel Di Pierro als Seneca. Der hochgelobte Countertenor Valer Sabadus ist zum ersten Mal am Opernhaus zu hören. Nach Zimmermanns Soldaten und Prokofjews Der feurige Engel präsentiert Calixto Bieito seine dritte Regiearbeit am Opernhaus. Sein Partner am Dirigentenpult ist mit Ottavio Dantone einer der führenden Dirigenten für italienische Barockmusik.

Scritto da Zero Zurich