ven 06.07 2018 – sab 07.07 2018

ETD Reggae Festival

Dove

Rote Fabrik - Musik
Seestrasse, 8002 Zurich

Quando

venerdì 06 luglio 2018 – sabato 07 luglio 2018
H 19:15 - 23:30

Quanto

49.00 CHF - 80.00 CHF

Freitag 06.07.18. LineUp:
Tarrus Riley & Blak Soil Band, Jahmiel, Komposti Sound, Boss Hi-Fi

Die Beats zerbröseln unter seinem Gesang, aber sie brechen nie wirklich weg. Dafür sorgt Jahmiel mit seiner geschmeidigen Stimme, die er an neuralgischen Stellen wie einen Klecks Leim deponiert, gerne auch mit modernem Effektglitzer und Autotune-Schraffur. In seinen Liedern beschwört und kommentiert der 25-Jährige, er flucht und predigt, schwelgt und hadert, bis fast alles verhandelt ist.

Etwas freier geht schliesslich Tarrus Riley die Sache an. Der Sänger kreist in seinen Texten um einen einzigen, alles beherrschenden Begriff – die Liebe. Was sich bei anderen bald schon in kitschigen Bildern auflöst, wirkt bei Riley permanent beflügelnd. Eine immer wieder gern gehörte Bekundung dieser Liebe ist das Stück «She’s Royal», in dem der 39-Jährige in dezent federnden Sentenzen die Dame seines Herzens in den Adelsstand singt. Daran sollten sich die Herren der Schöpfung mal ein Beispiel nehmen.

Samstag 07.07.18. LineUp:
Luciano, Stonebwoy, Micah Shemaiah & The Dreadites,Barney Millah, Boss Hi-Fi…

Der Samstag markiert ein interkontinentales Zusammentreffen der musikalischen Art. Aus Ghana reist der mehrfach ausgezeichnete Rapper Stonebwoy an, der die völkerverbindende Dancehall mit westafrikanischem Duktus füllt. Er kümmert sich sozusagen um den elektrisch aufgeladenen Teil des Abends – rastlos, quirlig und bis in die Zehenspitzen gespannt.
Micah Shemaiah übernimmt das Mikrofon und präsentiert die Stücke seines neuen Albums “Roots I Vision”, eine relaxte Sammlung neu aufbereiteter Rastafari-Mythologie.

Dann ist da aber eben auch ein Mann, der so viel Musik in sich trägt, dass er pro Jahr mindestens zwei komplette Alben raushaut. Luciano musste sich in der Frühphase seiner Karriere jahrelang als Orangenverkäufer und Sattlergeselle in Kingston über Wasser halten, bevor er dann endlich den ersehnten Plattenvertrag unterschreiben konnte. Seither zieht der 53-Jährige, dessen Pseudonym tatsächlich auf den berühmten italienischen Vornamensvetter Pavarotti zurückgeht, als brillanter Erzähler des karibischen Alltags durch die Welt. Profan oder mondän – an diesem Abend muss man sich für einmal nicht entscheiden.

Scritto da Zero Zurich