mar 06.11 2018

Premiere - Egotopia

Dove

Zürcher Theater Spektakel / Rote Fabrik
Seestrasse 395, Zürich-Wollishofen, 8002 Zurich

Quando

martedì 06 novembre 2018
H 20:00

Quanto

15.00 - 30.00 CHF

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Sito web

Foto di Maxi Schmitz

Von Theater HORA und Nele Jahnke

Im Zentrum von Nele Jahnkes und Theater HORAs Stück EGOTOPIA steht der zum Ich-Kult gesteigerte Individualismus in der privilegierten westlichen Gesellschaft. Selbsterklärte und geborene König*innen schweifen im Schloss Neuschwanstein, im Schloss Versailles, in der Realityshow Germany’s Next Topmodel und im Wald von Schnee­wittchen umher und drehen sich endlos um sich selbst. Die Aussenwelt scheint leer zu sein, ohne Konsistenz, ohne Nuancen. “Spüre ich noch was?”, fragt sich der privilegierte Mensch, der vom Glauben an narziss­tische Formen der Intimität und Selbstbezogenheit bestimmt wird. Auf der Bühne wird individualistisches Monologisieren zu einer neuen Form von Poesie und provoziert die Frage, ob Vereinzelungen auch zur Bildung neuer Gemeinschaften führen können – oder zur Entstehung neuartiger Königreiche.

In EGOTOPIA verlässt Nele Jahnke die Theaterfiguren der “geistig Behinderten” und verwandelt sie in König*innen – und wirft die Frage auf, was wir erreichen können, wenn wir die Künstlichkeit unserer individuellen Rollenbilder mit aller Konsequenz ausspielen, mit dem Ziel, aus der Dystopie doch noch eine Utopie werden zu lassen.

Spiel Gianni Blumer, Matthias Brücker, Matthias Grandjean, Simone Gisler, Julia Häusermann, Valentin Merz, Sara Hess, Nele Jahnke, Lukas Maurer, Fabienne Villiger, Lukas Kubik

Regie Nele Jahnke

Bühne/Kostüme Sabina Winkler, Mitarbeit Kostüme Noelle Brühwiler, Video Valentin Merz, Dramaturgie Ketty Ghnassia, Künstlerische Mitarbeit/Regieassistenz Yanna Rüger, Texte Julia Weber, Heinz Helle, Gianni Molinari, Mitarbeit Dramaturgie Marcel Bugiel, Produktionsleitung Adrian T. Mai, Administration Conny Marinucci, Gesamtleitung Curdin Casutt, Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Förderverein Theater HORA

Scritto da Zero Zurich