lun 31.12 2018

Semele

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

lunedì 31 dicembre 2018
H 18:00 - 20:50

Quanto

34.00 - 380.00 CHF

Opera after the manner of an Oratorio von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Libretto von William Congreve

Musikalische Leitung William Christie, Inszenierung Robert Carsen, Bühnenbild und Kostüme Patrick Kinmonth, Lichtgestaltung Robert Carsen, Peter van Praet, Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

Semele Cecilia Bartoli
Ino Deniz Uzun
Juno Katarina Bradić
Iris Rebeca Olvera
Jupiter/ Apollo Frédéric Antoun
Cadmus/ Somnus Nahuel Di Pierro
Athamas Christophe Dumaux
Orchestra La Scintilla
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

In englischer Sprache.

Für die Fastenzeit des Jahres 1744 kündigte Georg Friedrich Händel in London ein Oratorium an – und präsentierte im Grunde eine Oper: Semele handelt von den erotischen Turbulenzen zwischen Göttern und Menschen. Die Königstochter Semele hat ein Verhältnis mit dem Gott Jupiter und wird darüber so grössenwahnsinnig, dass sie wie er unsterblich sein möchte. Jupiters eifersüchtige und zutiefst gekränkte Frau Juno spinnt eine Intrige, die Semele den Tod bringen wird. In den sengenden Strahlen der Götterblitze geht sie grausam zugrunde.

Trotz oratorientypischer prächtiger Chöre und expressiver Arien rümpften Händels Zeitgenossen zunächst die Nase über den für ein Oratorium als ganz und gar unpassend empfundenen saftig-erotischen und durchaus auch komischen Stoff. Das änderte sich allerdings bald. Heute zählt Semele weltweit zu Händels beliebtesten Werken. Hatten er und sein Librettist William Congreve die Mätressenwirtschaft ihrer Zeit aufs Korn nehmen wollen, verlängert Regisseur Robert Carsen das Hoftreiben der Händel-Zeit in unsere Tage. Mit fabulierender Fantasie und feinsinnigem Humor schlägt er den Bogen bis in die jüngste englische Vergangenheit.

Sinnlich, vielschichtig und psychologisch ausgefeilt, ist Semele eine der schönsten Frauenfiguren Händels – eine Paraderolle für Cecilia Bartoli. An ihrer Seite sind der kanadische Tenor Frédéric Antoun und die serbische Mezzosopranistin Katarina Bradić zu erleben. Wie schon bei der Premiere steht mit William Christie einer der grossen Barock-Spezialisten unserer Zeit am Pult des Orchestra La Scintilla.

Scritto da Zero Zurich