dom 19.05 2019

Premiere - Hippolyte et Aricie

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

domenica 19 maggio 2019
H 19:00

Quanto

29.00 - 270.00 CHF

Tragédie en musique in fünf Akten von Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Libretto von Abbé Simon-Joseph Pellegrin
nach “Phèdre” von Jean Racine, “Phaedra” von Seneca und “Hippolytos” von Euripides

Musikalische Leitung Emmanuelle Haïm, Inszenierung Jetske Mijnssen, Bühnenbild Ben Baur, Kostüme Gideon Davey, Musikalische Assistenz David Bates, Lichtgestaltung Franck Evin, Choreinstudierung Janko Kastelic, Choreografie Kinsun Chan, Dramaturgie Kathrin Brunner

Aricie Mélissa Petit
Hippolyte Cyrille Dubois
Phèdre Stéphanie d’Oustrac
Thésée Edwin Crossley-Mercer
Neptune, Pluton Wenwei Zhang
Diane Hamida Kristoffersen
Œnone, confidente de Phèdre Aurélia Legay
Première Parque Nicholas Scott
Seconde Parque / Tisiphone Spencer Lang
Troisième Parque Alexander Kiechle
Une prêtresse de Diane, Une Matelote, Une Chasseresse Gemma Ní Bhriain
Orchestra La Scintilla
Chor der Oper Zürich

In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.

Phèdre ist leidenschaftlich in ihren Stiefsohn Hippolyte verliebt. Als sie vom vermeintlichen Tod ihres Gatten Thésée, dem König von Athen, erfährt, gesteht sie Hippolyte ihre Liebe und bietet ihm den Königsthron an. Doch Hippolyte weist Phèdre ab. Er ist in Aricie verliebt, die letzte Nachkommin eines verfeindeten Geschlechts. Als der totgeglaubte Thésée zurückkehrt, wird er Zeuge einer heftigen Auseinandersetzung und glaubt, Hippolyte wolle sich an Phèdre vergehen. Auf sein Flehen hin wird Hippolyte von den Göttern bestraft: ein grauenhaftes Meeresungeheuer verschlingt ihn. Phèdre, die ihre Schuld begreift, tötet sich selbst. Was in Racines Phèdre tragisch endet, nimmt bei Rameau eine glücklichere Wendung: Wie durch ein Wunder überlebt Hippolyte und ist am Ende mit seiner Geliebten Aricie vereint. Jean-Philippe Rameau war 50 Jahre alt, als er 1733 mit Hippolyte et Aricie seine erste Oper auf die Bühne brachte. Als bedeutendster Musiktheoretiker seiner Zeit schuf er damit ein Werk, das die damaligen Konventionen des französischen Musiktheaters bei weitem übertraf. “Es gibt in dieser einen Oper genügend Musik, um zehn daraus zu machen”, soll der Komponist André Campra gesagt haben, “dieser Mann wird uns alle in den Schatten stellen”. In der ersten Aufführung von Hippolyte et Aricie am Opernhaus Zürich steht mit Emanuelle Haïm eine Expertin für die französische Musik des 18. Jahrhunderts am Pult des Orchestra La Scintilla. Regie führt Jetske Mijnssen, deren Inszenierungen sich durch grosse psychologische Finesse auszeichnen. Als Phèdre kehrt Stéphanie d’Oustrac ans Opernhaus Zürich zurück, wo sie bereits für ihre Interpretation von Charpentiers Médée gefeiert wurde. Cyrille Dubois, ein vielversprechender junger Künstler aus Frankreich, singt Hippolyte, die französische Sopranistin Mélissa Petit, in Zürich u.a. aus Freischütz und Werther bekannt, ist Aricie.

Scritto da Zero Zurich