mar 17.03 2020

Otello

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

martedì 17 marzo 2020
H 19:00

Quanto

29.00 - 230.00 CHF

Foto di Suzanne Schwiertz

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto von Arrigo Boito nach der Tragödie “Othello” von William Shakespeare

Musikalische Leitung Daniele Rustioni, Inszenierung Graham Vick, Bühnenbild und Kostüme Paul Brown, Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann, Choreinstudierung Janko Kastelic

Otello Aleksandrs Antonenko
Desdemona Guanqun Yu
Jago Juan Jesús Rodríguez
Cassio Omer Kobiljak
Emilia Deniz Uzun
Rodrigo Iain Milne
Lodovico Pavel Daniluk
Montano Ildo Song
Ein Herold Wojciech Rasiak

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Zusatzchor der Oper Zürich
SoprAlti der Oper Zürich
Kinderchor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.

Knapp 13 Jahre schrieb Giuseppe Verdi keine neue Oper mehr, bis er sich nach seinem Macbeth noch einmal einem Stoff von William Shakespeare zuwandte – dem Eifersuchtsdrama Otello, das unter seiner Feder zu einem der erschütterndsten Dramen des gesamten Opernrepertoires geriet.

Die aufgepeitschten Meeresstürme der Anfangsszene verlagern sich im Laufe der Oper allmählich ins Seeleninnere der Figuren. Wie Gift dringen die missgünstigen Einflüsterungen des Zynikers Jagos in die Ohren des venezianischen, schwarzen Feldherrns Otellos ein, der, siegreich aus einer Schlacht zurückgekehrt, auf der Höhe seines Ruhmes steht. Am Ende ist Otello von der Untreue seiner Ehefrau Desdemona überzeugt und tötet sie – seinen Irrtum erkennt er zu spät. “Kein Erbarmen mit Otello” ist allerdings das überraschende Motto der Inszenierung von Graham Vick. Der britische Regisseur zeigt ihn als Wüstenkrieger von heute, der in seiner neuen Welt nicht wirklich angekommen ist. Als unberechenbarer Despot ist er als Schwarzer und Moslem auf der Suche nach der eigenen Identität.

Nur wenige Tenöre beherrschen heutzutage die horrend schwierige Partie des Otello; dazu gehört der Lette Aleksandrs Antonenko, den wir erneut für die diesjährige Wiederaufnahme engagieren konnten. Guanqun Yu, die in Zürich zuletzt als Liù in Puccinis Turandot für Furore gesorgt hat, singt die Desdemona; als Jago stellt sich mit dem Spanier Juan Jesús Rodríguez einer der wichtigsten Verdi-Baritone unserer Zeit vor. Ausgewiesener Kenner dieses Repertoires ist auch der italienische Dirigent Daniele Rustioni, der am Pult der Philharmonia Zürich steht.

Scritto da Zero Zurich