dom 24.10 2021

Premiere - Il trovatore

Dove

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Quando

domenica 24 ottobre 2021
H 19:00

Quanto

29.00 - 320.00 CHF

Dramma lirico in vier Teilen von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto von Salvatore Cammarano, fertiggestellt von Leone Emanuele Bardare, nach “El trovador” von Antonio García Gutiérrez

Musikalische Leitung Gianandrea Noseda, Inszenierung Adele Thomas, Ausstattung Annemarie Woods, Lichtgestaltung Franck Evin, Choreinstudierung Janko Kastelic, Choreografie Emma Woods, Kampfchoreografie Jonathan Holby, Dramaturgie Beate Breidenbach

l Conte di Luna Quinn Kelsey
Leonora Marina Rebeka
Azucena Agnieszka Rehlis
Manrico Piotr Beczała
Ferrando Robert Pomakov
Ines Bożena Bujnicka
Ruiz Omer Kobiljak
Un vecchio zingaro Jeremy Bowes
Un messo Andrei Skliarenko
Tanzensemble:
Francesco Guglielmino
Manuel von Arx
Martin Durrmann
Tomasz Robak
Steven Forster

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.

Diese Oper zu besetzen, so formulierte es einst Enrico Caruso, sei ganz einfach: Man brauche nur die vier besten Sänger der Welt. Unser Solistenquartett hat sich dieses Prädikat zweifellos verdient: Als Leonora debütiert die lettische Sopranistin Marina Rebeka, ihr Geliebter Manrico ist Piotr Bezcała. Sein Gegenspieler Graf Luna ist Quinn Kelsey, den das Zürcher Publikum als Rigoletto in Erinnerung hat, und als Azucena kommt die polnische Mezzosopranistin Agnieszka Rehlis nach Zürich zurück. Gianandrea Noseda gibt seinen Einstand als Generalmusikdirektor; zum ersten Mal in Zürich inszeniert die junge britische Regisseurin Adele Thomas, deren sinnliche und theatralische Bildsprache sie für dieses Werk prädestiniert.

Verdis Trovatore muss einen grossen Widerspruch aushalten – nämlich den, eine der meistkritisierten und zugleich eine der populärsten Opern des gesamten Repertoires zu sein. Anlass zur Kritik bot die düstere, ohne Kenntnis der Vorgeschichte kaum verständliche Handlung. Grund für die seit der triumphalen Uraufführung anhaltende Popularität des Stückes ist Verdis ungebremster melodischer Erfindungsreichtum, die auf scharfen Kontrasten aufbauende musikalische Dramaturgie und die Brillanz der Gesangspartien. Wie die anderen beiden Opern der trilogia popolare, die Verdis Weltruhm begründeten – La traviata und Rigoletto –, stellt auch Il trovatore eine gesellschaftliche Aussenseiterfigur ins Zentrum des Geschehens: Azucena, deren unstillbarer Rachedurst die sprunghaft sich entwickelnde Handlung wie ein roter Faden durchzieht. Einst musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Vom Schmerz über dieses Unrecht schier zerrissen, entführte sie den Sohn der Familie, die für die Verbrennung der vermeintlichen Hexe verantwortlich war, um ihn ebenfalls im Feuer sterben zu sehen. Was jedoch nur Azucena weiss: Das Kind, das sie damals in blinder Verzweiflung ins Feuer warf, war ihr Sohn; Manrico, der bei ihr aufwuchs und sich für ihren Sohn hält, ist in Wahrheit der Bruder des verhassten Grafen Luna. Nun kämpfen Luna und Manrico, der “Troubadour”, nicht nur im Bürgerkrieg auf unterschiedlichen Seiten gegeneinander, sondern sie sind auch Rivalen, denn sie lieben beide dieselbe Frau: Leonora…

Scritto da Zero Zurich