So 01.03 2020

Premiere - Arabella

Wo

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse, 8008 Zurich

Wann

Sonntag 01 März 2020
H 19:00

Wie viel

29.00 - 270.00 CHF

Lyrische Komödie in drei Aufzügen von Richard Strauss (1864-1949)
Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung Fabio Luisi, Ann-Katrin Stöcker (31 Mär), Inszenierung Robert Carsen, Bühnenbild und Kostüme Gideon Davey, Lichtgestaltung Robert Carsen, Peter van Praet, Choreografie Philippe Giraudeau, Choreinstudierung Ernst Raffelsberger, Dramaturgie Ian Burton, Kathrin Brunner

Graf Waldner, Rittmeister a.D Michael Hauenstein
Adelaide, seine Frau Judith Schmid
Arabella Julia Kleiter
Zdenka Valentina Farcas
Mandryka Josef Wagner
Matteo, Jägeroffizier Daniel Behle
Graf Elemer Paul Curievici
Graf Dominik Yuriy Hadzetskyy
Graf Lamoral Daniel Miroslaw
Die Fiakermilli Aleksandra Kubas-Kruk
Claire de Sévigné (19, 22, 28, 31 Mär)
Eine Kartenaufschlägerin Irène Friedli
Zimmerkellner Luca Bernard
Welko, Leibhusar des Mandryka Bogusław Bidziński

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.

„Aber jetzt habe ich nichts mehr zu arbeiten: total abgebrannt! Also ich bitte: dichten Sie! Es darf sogar ein zweiter Rosenkavalier sein“, schreibt Richard Strauss 1927 an Hugo von Hofmannsthal nach Fertigstellung seiner Ägyptischen Helena. Was folgte, sollte die letzte Zusammenarbeit des erfolgreichen Künstler-Gespanns werden: Hofmannsthal starb vier Tage nach Beendigung des Librettos von Arabella. Im Zentrum der Handlung, die in Wien spielt, steht eine adlige Familie, die jedoch vom Zerfall bedroht ist: Graf Waldner hat als notorischer Spieler das Vermögen seiner Familie durchgebracht. Um ihre katastrophale finanzielle Situation zu sanieren, planen Waldner und seine Frau Adelaide, ihre bildschöne ältere Tochter Arabella standesgemäss und geldkräftig zu verheiraten. Umgeben von zahlreichen Verehrern, glaubt Arabella den „Richtigen“ allerdings nicht im walzerseligen, vergnügungssüchtigen Wien zu finden – sie erträumt sich einen Fremden. Ihre Hoffnungen werden schliesslich in der Gestalt des urplötzlich aus Kroatien auftauchenden Mandryka erfüllt. Doch ihre tiefe Liebe wird beim abendlichen Fiakerball bereits auf den Prüfstein gestellt: Matteo, ein Verehrer Arabellas, zieht Mandrykas Eifersucht auf sich. Zur Verlobung zwischen Arabella und Mandryka kommt es am Ende doch noch, auch dank Arabellas offenherziger Schwester Zdenka, die, als Junge aufgezogen, heimlich in Matteo verliebt ist. Entstanden in Zeiten tiefer gesellschaftlicher Verunsicherung nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie, der Weltwirtschaftskrise und der aufkommenden Nazikatastrophe, ist die letzte idealisierte Liebesheirat der Operngeschichte damit auch ein Tanz auf dem Vulkan. Der international gefeierte Regisseur Robert Carsen wird Arabella auf die Bühne bringen, Dirigent der fragil-dekadenten, hochvirtuos komponierten Parlando-Oper ist Generalmusikdirektor Fabio Luisi. Ein erlesenes Strauss-Ensemble vereint diese Neuproduktion: Als Arabella debütiert Julia Kleiter, ihre Schwester Zdenka singt Valentina Farcas. Der Österreicher Josef Wagner stellt sich als Mandryka erstmals an unserm Hause vor; Daniel Behle, zuletzt als Belmonte in Zürich zu hören, singt den Matteo.

Geschrieben von Zero Zurich