Edition VFO
Die Ausstellung „Language of Light“ zeigt Christian Herdegs neue Edition „Neon meets Argon“ zusammen mit dem Werk „Cobalt/Coralrose“ von 2017 und der erstmals präsentierten Arbeit „Figure Three“ von 2026. Im Zusammenspiel der drei Werke wird deutlich, dass Herdeg nicht nur mit Licht arbeitet, sondern Licht, Farbe und Fläche als miteinander verbundene Elemente versteht. Seine Neon- und Argonröhren erscheinen als Linien im Raum, treten jedoch immer in Beziehung zu Acrylglas, bemalten Oberflächen, architektonischen Situationen und den umliegenden Wänden, auf denen sich Farbe ausbreitet, reflektiert und verändert.
Seit den frühen 1970er-Jahren zählt Christian Herdeg zu den wichtigsten Vertretern der Lichtkunst in der Schweiz. Früh begann er, mit Neon- und Argonröhren als eigenständigem künstlerischem Material zu arbeiten. Während viele Neonarbeiten im Umfeld der Pop Art Sprache, Zeichen oder erzählerische Elemente verwendeten, entwickelte Herdeg die Röhre zunehmend zur autonomen Linie. Entscheidend wurde dabei nicht nur die Form des Lichtkörpers, sondern sein Verhältnis zu Architektur, Oberfläche und Bewegung. Immer wieder untersuchte Herdeg, wie Licht auf Materialien reagiert, wie es sich bricht, reflektiert oder ausdehnt.
Geschrieben von Zero Zurich