Luma Westbau
Luma Westbau präsentiert das nächste Kapitel des Hans-Ulrich-Obrist-Archivs, das der wegweisenden österreichischen Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) gewidmet ist. Geboren im ländlichen Südkärnten, entwickelte Lassnig ein 70-jähriges Œuvre, das Malerei, Zeichnung und Animationsfilm umfasst.
Diese Ausstellung vereint erstmals die vollständigen Videointerviews zwischen Maria Lassnig und Hans Ulrich Obrist, ergänzt durch eine umfangreiche Auswahl ihrer Korrespondenz in chronologischer Reihenfolge. Gezeigt werden unter anderem ausgewählte Aquarelle, die zuvor in Athen präsentiert wurden, sowie der biografische Film Maria Lassnig Kantate (1992) und der Animationsfilm Selfportrait (1971), der ihre bahnbrechenden Experimente mit Animation im Kontext der feministischen Kunstszene des New York der 1970er-Jahre offbart.
In Anlehnung an den Satz „Mit der Kunst zusammen: da verkommt man nicht!“, den Lassnig in ihrem letzten, unvollendeten Brief vom 11. Januar 2014 an Hans Ulrich Obrist schrieb, würdigt die Ausstellung das lebendige Vermächtnis einer Künstlerin, deren innere Bildwelten bis heute in Körpern und Seelen nachwirken.
Geschrieben von Zero Zurich