Migros Museum für Gegenwartskunst

Kontakte

Migros Museum für Gegenwartskunst Limmatstrasse, 270
Zurich

Zeitplan

  • lunedi chiuso
  • martedi 11–18
  • mercoledi 11–18
  • giovedi 11–20
  • venerdi 11–18
  • sabato 10–17
  • domenica 10–17

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Geschrieben von Zero Zurich il 21 August 2017
Aggiornato il 16 November 2017

Seit 1996 setzt sich das Migros Museum für Gegenwartskunst für die Produktion, das Ausstellen, Sammeln und Vermitteln internationaler zeitgenössischer Kunst ein. Es präsentiert auf zwei Stockwerken wechselnde Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Werke aus der eigenen Sammlung. Das international renommierte Museum versteht sich als dynamischer Ort für das zeitgenössische Kunstschaffen, dazu trägt auch das umfangreiche Vermittlungs- und Rahmenprogramm bei.

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Für seine Ausstellungen setzt das Museum auf grosse Produktionen in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern. Der Begriff der Gegenwartskunst wird dabei als eine dynamische zeitliche Bestimmung verstanden, der ein permanentes Ausloten zwischen Vorwärts- und Zurückschauen eigen ist. Zugleich impliziert der Begriff die Einbettung in einen gesellschaftlichen Kontext und Teilhabe an einem Prozess des Austauschs und der Produktion von Kunst. Die Ausstellungen im Migros Museum für Gegenwartskunst formulieren Kunstgeschichte als einen beweglichen Prozess, der offen ist für Überprüfungen, Korrekturen und Variationen. Die Einbindung der Sammlung in ein lebendiges Umfeld, das die zeitgenössische Kunstproduktion berührt, fördert und sich an ein aufgeschlossenes Publikum richtet, ist ein weiteres Anliegen des Museums.

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Das Migros Museum für Gegenwartskunst ist eine Institution des Migros-Kulturprozent. Das Migros-Kulturprozent ist ein freiwilliges, in den Statuten verankertes Engagement der Migros, das in ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gründet. Es verpflichtet sich dem Anspruch, der Bevölkerung einen breiten Zugang zu Kultur und Bildung zu verschaffen, ihr die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft zu ermöglichen und die Menschen zu befähigen, an den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen zu partizipieren. Tragende Säulen sind die Bereiche Kultur, Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft.

Die Sammlung des Migros Museum für Gegenwartskunst verdankt ihr Bestehen der fördernden Geste eines Unternehmers: Gottlieb Duttweiler, der Gründer des grössten Schweizerischen Detailhändlers Migros, begann Mitte der 1950er Jahre, Kunstwerke anzukaufen. Die über Jahre gewachsene Sammlung des Migros Museum für Gegenwartkunst geht weit über die anfängliche Bedeutung der als Förderung von lokalen und nationalen Künstlern gedachten Unternehmenssammlung hinaus und ist als museale Sammlung insbesondere durch die Wechselwirkung und Verschränkung der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit geprägt, die seit 1996 betrieben wird. In diesem Jahr wurde das Migros Museum für Gegenwartskunst gegründet.

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Die programmatische Ausrichtung zeichnet sich von Beginn an durch eine Geschwindigkeit und Flexibilität in der Beschäftigung mit neuen Positionen aus, die damals noch primär den Kunsthallen und Kunstvereinen vorbehalten war. Das Museum setzt auf Produktionen in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern und nicht auf bereits Bewährtes. Die Ausstellungs- und Sammlungspraxis sind eng verwoben und funktionieren nach dem Prinzip eines Reissverschlusses: Aus den Ausstellungen resultiert ein grosser Teil der Sammlungsankäufe. Nebst dieser bezeichnenden Verbindung ist die Sammlung durch unterschiedliche Handschriften und Interessen der jeweiligen Sammlungsverantwortlichen beziehungsweise Museumsleitungen geprägt. Während sich die Ankäufe in den 1970er Jahren auf Minimal Art, deutsche Malerei und wichtige Schweizer Positionen konzentrierten, wurde der Schwerpunkt in den letzten zwei Jahrzehnten auf zeitgenössische Kunst (bspw. Maurizio Cattelan, Spartacus Chetwynd, Christoph Büchel, Urs Fischer, Douglas Gordon, Rachel Harrison, Mark Leckey, Rirkrit Tiravanija, Tatiana Trouvé, Christoph Schlingensief) und ihre wichtigen Vorläufer (wie Marc Camille Chaimowicz, Stephen Willats, Katharina Sieverding, Paul Thek) gelegt. Installative Arbeiten sowie Werke, die sich mit Raumkonstruktionen, Performativität oder gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen, nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein.

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Die Sammlung wuchs unter den Händen von Urs Raussmüller 1976–1985, Jacqueline Burckhardt 1986–1990, Rein Wolfs 1991–2001 und seit 2001 unter der Leitung von Heike Munder. Dank den vergrösserten Räumlichkeiten im renovierten Migros Museum für Gegenwartskunst können Besucherinnen und Besucher regelmässig Werke aus der umfassenden Sammlung entdecken.

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