Fortaleza
“I’m not afraid of my body. If I was, would you be more comfortable?” In ihrem Solostück “Monga” stellt Jéssica Teixeira ihren nackten Körper ins Zentrum – und konfrontiert damit Normen, Abweichungen und unsere eigenen Unsicherheiten. Zerbrochene Spiegel und eine Discokugel brechen das Licht, öffnen Perspektiven und laden das Publikum ein, verinnerlichte Grenzen zu hinterfragen. “Monga” ist eine kraftvolle Performance über marginalisierte Körper und die transformative Energie des Zusammenseins.
Zerbrochene Spiegel und der Glanz der Discokugel brechen das Licht – sie eröffnen neue Perspektiven und laden das Publikum ein, die Grenzen verinnerlichter Gewissheiten zu hinterfragen und gemeinsam alternative Zukünfte zu imaginieren. Die preisgekrönte brasilianische Regisseurin, Autorin und Schauspielerin Jéssica Teixeira richtet in Monga grelles Licht auf die Brutalität, mit der gesellschaftliche Vorstellungen von vermeintlicher Normalität auf Körper wirken.
Angeregt durch die tragische Geschichte von Julia Pastrana – einer indigenen mexikanischen Künstlerin, die im 19. Jahrhundert in europäischen Freakshows zur Schau gestellt wurde – schafft Teixeira eine radikal zeitgenössische und zutiefst persönliche Performance mit mitreissenden Songs und philosophischer Reflexion.
Darin setzt sie sich mit kolonialen Verstrickungen ebenso auseinander wie mit aktuellen Formen von Diskriminierung, Ableismus, Fetischisierung und künstlerischer Selbstermächtigung. Monga ist ein Stück über Präsenz – über Körper, die im Theaterraum zusammenkommen. “This is not a Freak Show!”
Kraftvolle Performance. Hinterfragte Körpernormen
Schweizer Premiere. Nominiert für den ZKB Förderpreis
Sprache: Portugiesisch
Übertitelungen: Deutsch und Englisch
Alter: Interessant ab 18 Jahren
Scritto da Zero Zurich