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ven 18.09 2026 – dom 20.09 2026

Tibet Film Festival 2026

Dove

Riffraff
Neugasse, 8005 Zurich

Quando

venerdì 18 settembre 2026 – domenica 20 settembre 2026

Das 17. Tibet Film Festival ist im Riffraff zu Besuch. Vom 18.-20. September gibt es wieder sowohl Filme aus und über Tibet zu entdecken als auch anschliessende spannende Gespräche und Musikeinlagen – komm vorbei!

100 SUNSET

Kunsel ist vor kurzem in ein tibetisches Viertel in Parkdale, Toronto gezogen. Die introvertierte junge Frau verbringt ihre Tage damit, die Bewohnenden des Wohnkomplexes zu beobachten und gelegentlich zu bestehlen. Als die neue Mieterin Passang auftaucht, entwickelt sich schnell eine Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen. Bald stellt sich heraus, dass auch Passang ein Geheimnis mit sich trägt. Kunsel gerät in ein Netz aus Täuschungen, das sie zwingt, sich mit ihren Sehnsüchten und moralischen Grundsätzen auseinanderzusetzen. Der Film, der mit Laiendarsteller:innen und an realen Orten der tibetischen Community in Parkdale gedreht wurde, bietet ein seltenes und intimes Porträt des Lebens in der Diaspora in Kanada.

Regie: Kunsang Kyirong
Herstellungsland: Kanada
Herstellungsjahr: 2025

DAUGHTER OF THE LIGHT

Der Dokumentarfilm Daughter of the Light erzählt die berührende Geschichte eines jungen Mädchens aus einer tibetischen Nomadenfamilie. Die 13-jährige Metok Karpo (Dt. Weisse Blume) lebt nach der Trennung ihrer Eltern in einem Internat für tibetische Waisenkinder; die Schulferien verbringt sie bei den Grosseltern. Eines Tages erhält Metok Karpo die Gelegenheit, ihren Vater und dessen neue Familie im Hinterland besuchen zu gehen. Gegen den Wunsch der Grosseltern macht sie sich auf den Weg. Der Film gibt einen berührenden Einblick in Metok Karpos Geschichte, handelt aber auch von sozialen Problemen, von steigenden Scheidungsraten, vom Kollaps des traditionellen Lebens.

Regie: Khashem Gyal
Herstellungsland: Tibet
Herstellungsjahr: 2020

FAR FROM HOME

Die schwindenden Erinnerungen eines Vaters und der Nachhall eines freien Tibets stehen im Mittelpunkt dieser intimen Familiengeschichte, die über einen Zeitraum von 20 Jahren dokumentiert wurde. Als der Dalai Lama 1959 über den Himalaya vor der chinesischen Besatzung floh, folgten ihm tausende Tibeter:innen nach Indien. Mehr als sechs Jahrzehnte später, als TC Tethong, ehemaliger Stellvertreter des Dalai Lama, beginnt, sein Gedächtnis zu verlieren, tauchen bemerkenswerte Familienarchive wieder auf. Sie erzählen von der hoffnungsvollen Liebesgeschichte zwischen TC und Judy, einer jungen kanadischen Freiwilligen, die sich dafür entschieden hatte, ein Leben an der Seite von Tibeter:innen im Exil aufzubauen. Ihr gemeinsames Engagement begann mit akuter humanitärer Arbeit und entwickelte sich zu einem Leben, das dem politischen Kampf für Tibet und der Bewahrung der tibetischen Identität gewidmet war.

Mit seltenen Gedanken des alternden Dalai Lama und bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen einer jungen tibetischen Siedlung, die mitten im südindischen Dschungel gegründet wurde, verwebt der Film die Geschichte einer Familie mit der Geschichte der letzten Generation, die sich noch an ein freies Tibet erinnern kann. Während TCs Erinnerungen verblassen, offenbaren alte Fotos und Judys sorgfältig aufbewahrte Briefe die stillen, oft unsichtbaren Wege, auf denen Geschichte weitergegeben wird. In einem feinfühligen Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Verlust und Hoffnung ist Far From Home eine Erkundung von Liebe, Widerstandsfähigkeit und der Sehnsucht nach einer unerreichbaren Heimat. Kann das Erinnern selbst zu einem Akt des Widerstands werden, wenn eine Generation zu verschwinden beginnt?

Regie: Kristi Tethong
Herstellungsland: Kanada
Herstellungsjahr: 2025

KALEIDOSKOP

Kurzfilmblock

Die fünf Kurzfilme bieten einen Einblick ins zeitgenössische tibetische Kurzfilmschaffen und zeigen die Vielfalt tibetischer Perspektiven, Geschichten und Ästhetiken in all ihren Facetten.

The Hunter and the Skeleton Gentsu Gyatso, 2012, Tibet, 27′, Animation, Tibet./e

Der Animationsfilm The Hunter and the Skeleton basiert auf einem traditionellen tibetischen Volksmärchen, in welchem ein Jäger in der Wildnis auf ein geheimnisvolles, skelettartiges Wesen trifft. Anhand dieser beunruhigenden Begegnung erkundet The Hunter and the Skeleton Angst, Begierde, Karma, Mitgefühl und die zerbrechliche Beziehung zwischen Mensch und Natur. Durch die Verbindung von traditioneller tibetischer Erzählkunst, dem tibetischen Ganzi-Dialekt und zeitgenössischer Animation zeigt der Film eine uralte Geschichte in einer modernen Bildsprache.

Lobsang on Camera Migmar Jannot, 2025, France, 14′, Dok, Tibet./e

Ein junger Mönch im Kloster Drepung wird zum Protagonisten eines Kurzfilms, den die Filmemacherin während ihres Besuchs bei ihrem Onkel dreht. Durch die Kamera entsteht eine Verbindung zwischen den beiden. Der Film untersucht, wie ihre Beziehung durch diesen filmischen Prozess geprägt wird.

Smoke Tales Lhaga Khoondor, 2026, CH, 90s, Experimental, E/tibet.

Smoke Tales ist eine Videoarbeit über mündliche Überlieferungen, die von Migrantinnen über Generationen hinweg weitergegeben werden, ohne jemals schriftlich festgehalten worden zu sein.
Im Mittelpunkt stehen Tsewang Taksham und Jhanchuk Dolma Khanang (Angelina), zwei Schwestern, die Haus Gawaling führen – Frauen der ersten tibetischen Generation in Rapperswil-Jona. Gedreht wurde in der Erni Druckerei in Rapperswil-Jona, einem Ort, der an Angelinas Lebenswerk in einer Druckerei und die Produktion von Meyers Modeblatt, einem der ersten Schweizer Modemagazine, erinnert.

Origins Loden, 2022, Tibet, 14’, Fiktion, Tibet./d

Nach dem plötzlichen Tod seiner Geliebten stürzt sich Karma in die Tiefe, um ihr zu folgen. Zwischen Leben und Tod gefangen, treibt sein Bewusstsein in einer mystischen Zwischenwelt. Im Krankenhaus versuchen die Ärzte, Karma mit moderner Technik zu retten, während tibetische Schamanen versuchen, seinen Geist mit ihren eigenen Methoden zurückzuholen.

Memories of Monsoon Dolker Angotsang, 2022, CH, 4′, Animation, Tibet./e

Eine junge Frau findet eine tote Libelle und blickt in deren Augen. Für einen kurzen Moment wird sie in Erinnerungen an ihre Kindheit und ihre Grossmutter zurückversetzt.

Regie: Diverse
Herstellungsland: Tibet, Schweiz, Frankreich
Herstellungsjahr: 2022

MIDNIGHT MOMO

In einem kleinen tibetischen Restaurant im New Yorker Stadtteil Queens steckt eine lose Gruppe von Einwander:innen und Aussenseiter:innen in einer fünfzehnminütigen Zeitschleife fest. Der Kellner Kunga scheint der Einzige zu sein, der sich dieser Situation bewusst ist. Auf der verzweifelten Suche nach einem Ausweg muss er sich Razzien der US-Einwanderungsbehörde, Dealern und weiteren chaotischen Herausforderungen stellen, die von draussen ins Restaurant dringen. Doch erst als er sich seinen ganz persönlichen Konflikten stellt, hat er eine Chance, die Fesseln der Zeit zu sprengen.

Regie: Tenzin Yeshi
Herstellungsland: USA
Herstellungsjahr: 2026

SHORT FILM COMPETITION

5 neue Kurzfilme von tibetischen Filmemacher:innen aus Indien, UK, Frankreich und den USA. Im Rahmen des beliebten Wettbewerbs wird dem Publikum seit 2010 regelmässig eine immer wieder überraschende Bandbreite an Themen, Perspektiven und filmischen Ausdrucksformen präsentiert – ein lebendiges Zeugnis der Vielfalt tibetischer Filmarbeit weltweit. Der Wettbewerb läuft dieses Jahr in Zürich, London und Washington, D.C. An jedem Austragungsort vergibt das Publikum einen Publikums-Award. Eine Fachjury bewertet die eingereichten Beiträge und vergibt den mit CHF 3’000.– dotierten Yak-Preis.

Balung, Tenzin Lhadon, Indien, 14′ 31”

The Loop, Karma Yeshi Namdak, Indien 7′ 21”

Tibet, Where the Wind Prays, Rekjong und Kunzang, Kanada, 8′ 34”

Samsara, Tashi Samuels und Tuhin Chadra, Grossbritannien, 4′ 18”

Tenzo, Migmar Jannot, Frankreich, 18′ 13”

Regie: Diverse
Herstellungsland: Tibet
Herstellungsjahr: 2026

SPUREN UND ERINNERUNGEN

Kurzfilmblock

Ein Kurzfilmblock mit Werken von zwei Filmemacherinnen, die sich auf die Spuren tibetischer Archive begeben und anhand von Bildern, Briefen und Relikten vergessene Geschichten und Erinnerungen neu entdecken.

A short film by Kunsang Kyirong, 2026, Canada, 17′, Essay, E/e

Encounters, Nyima Murray, 2026, UK, 30′, Dok, E/e
Encounters entstand im Auftrag des National Trust für die Ausstellung How Did We Get Here?. Der Film verbindet die Geschichten ausgewählter tibetischer Objekte aus der Museumssammlung von Kedleston Hall mit den Geschichten von Tibeter:innen, die heute in Grossbritannien leben.

Regie: Diverse
Herstellungsland: Kanada, Grossbritannien
Herstellungsjahr: 2026

Scritto da Zero Zurich